Geborgeheit von Anfang an - Soll ich mein Baby pucken?

Du bist in der spannendsten Phase deines Lebens - du bist schwanger und freust dich riesig auf deinen Wurm und möchtest dich natürlich perfekt vorbereiten und deinem Wurm nach und nach die ersten Lieblingsprodukte kaufen und in seinem Zimmerchen oder im Badezimmer dekorieren und dich täglich daran erfreuen. Vorfreude ist die schönste Freude - gerade in der Schwangerschaft.

Du hast sicherlich schon davon gehört oder davon gelesen - das Pucken.

Pucken kann gerade unruhige Babys anfangs sehr beruhigen...


Wusstest du, dass das Pucken Babys an Mamas Bauch erinnert und dass diese Enge das Gefühl einer geborgenen Hülle vermittelt? Gerade noch lagen sie sicher in einer engen Höhle, im nächsten Moment erleben sie eine grenzenlose Weite – der Kontrast bei Babys Geburt könnte kaum größer sein. Was jetzt gut tut, ist eine Begrenzung, die Schutz und Geborgenheit vermittelt: das kannst du über das Pucken deinem Baby geben. Das Pucken ist eine jahrhundertealte Wickelmethode, die für unsere Großmütter noch selbstverständlich war. Gerade, wenn sich das Neugeborene nicht beruhigen kann oder keine Ruhe findet, kann das Pucken deinem Baby helfen.

Wusstest du, dass dein Baby aufgrund des sogenannten Moro-Reflexes öfter wieder wach wird oder erschrickt? Dieser Umklammerungsreflex wird ausgelöst, wenn das Baby in Rückenlage nach hinten fällt oder aber durch Schrecksituationen. Er ist ein natürlicher Bestandteil der kindlichen Entwicklung und endet zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat. Trotzdem kann er dazu führen, dass die Babys nur schwer in den Schlaf finden oder immer wieder hochschrecken. Ein sanftes Anlegen der Arme an den Körper verhindert die unkontrollierten Bewegungen des Moro-Reflexes. Manche Hebammen raten deshalb, Babys in den ersten Lebenswochen vor allem in Ruhephasen oder vor dem Schlaf zu pucken, jedenfalls solange der Moro-Reflex auftritt.


Xavi kam per geplantem Kaiserschnitt auf die Welt und hatte damit einige Zeit zu kämpfen - er konnte sich nur schwer entspannen und fand nicht so leicht in den Schlaf. Unsere Hebamme Nicole gab uns Gott sei Dank relativ bald den Tipp des Puckens. Anfangs war ich sehr unsicher und auch Xavi war nicht so sehr begeistert - aber wir blieben dran und nach und nach wurde es immer besser und wir lernten es lieben. Er konnte gepuckt in einer Wolldecke oder einem weichem großen Swaddle/Mulltuch z.B. von Mushie sehr viel leichter in den Schlaf finden und auch längere Zeit am Stück schlafen. Seine Blähungen, die ihn in den ersten Wochen stark plagten wurden dadurch auch viel besser. Zusätzlich legten wir ihm oft ein Wärmekissen auf seinen Bauchi und die wohltuende Wärme liebte er.

Auch für Schreibabys kann Pucken eine wohltuende Unterstützung sein - gerade für dich als Mama und Papa eine wohltuende Hilfe. Probier es auf jeden Fall aus - auch wenn es Stimmen gibt, die absolut gegen das Pucken sind - so bin ich der Meinung, kann man es ruhig ausprobieren und klar nicht jedes Baby wird es mögen und manchmal dauert es seine Zeit - gebt euch diese Zeit - und

vielleicht hilft es auch Euch.

Ich freue mich über eure Erfahrungen rund um das Thema Pucken und wir hören uns ganz bald wieder! Bleibt gesund und genießt eure Schwangerschaft - es ist eine einzigartige bezaubernde Zeit!

60 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen